R2G: Bildung oder: Es ist noch ein weiter Weg – Teil II

Inklusion
Die Koalition hat offenbar eingesehen, dass Inklusion nicht zum Nulltarif zu haben ist. Hier wird eine bedarfsgerechte personelle und materielle Ausstattung versprochen, die vor allem den Schulen zugute
kommen wird, die viele Schüler_innen mit Förderbedarfen aufnehmen. Hier soll ausdrücklich auf Finanzierungsvorbehalte verzichtet werden. Wir begrüßen, dass r2g ausdrücklich auch die Gymnasien in die Pflicht

nehmen will. Wenn sie nicht nur Schüler_innen mit körperlichen Einschränkungen aufnehmen, setzt das allerdings voraus, dass die Gymnasien weitaus stärker binnendifferenziert unterrichten müssen, um einer heterogenen Schülerschaft gerecht zu werden.

 
Sprachkenntnisse

Wirklich innovativ finden wir die Absicht, dass Schüler_innen mit Migrationshintergrund ihre Sprachkenntnisse (u.a. Kurdisch, Arabisch) als Fremdsprache einbringen können. Besonders für Geflüchtete scheitert bisher der Erwerb von allen Schulabschlüssen am zusätzlich zur Deutschen Sprache geforderten Englisch. Das Konzept der sogenannten Willkommensklassen für Zugewanderte ohne Deutschkenntnisse bleibt wie gehabt erhalten. Wie der Übergang in die Regelklassen und die Berufliche Bildung erfolgen soll, ist nach wie vor unklar, da sich die Regelschulen bisher nicht auf die Geflüchteten eingestellt haben.

 

 
Teil III folgt

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